Bürgerinnen und Bürger einer Stadt schließen sich zusammen, um ohne Ansehen politischer und religiöser Zugehörigkeiten das Leben in ihrer Kommune zu gestalten.
Sie gründen eine Stiftung zur Förderung gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke in einem lokal und regional begrenzten Wirkungsraum. Ihre Absicht ist es, als selbstbestimmte Gruppe und in Zusammenarbeit mit anderen in der Stadt aktiven Personen und Gruppen bereits bestehende gute Ansätze weiter zu entwickeln, auch neue Ideen zu generieren und, wenn möglich, die Stadtentwicklungspolitik mit Rat und Tat zu unterstützen.
Wirtschaftliche Unabhängigkeit ist eine notwendige Grundbedingung für selbstbestimmtes bürgerschaftliches Engagement. Um diese Bedingung erfüllen zu können, bedarf es eines soliden Vermögenaufbaus, der von den Gründerinnen und Gründern, von Zustiftern und Spendern betrieben werden muss. Ist erst einmal ein nennenswertes Stiftungsapital zusammen gekommen, folgt der Gründungsakt. Das Kapital bleibt, so lange die Stiftung existiert, gleichsam als eherner Grundstock erhalten. Ob kleine oder große Projekte, alle Unternehmungen sind ausschließlich aus den Zinsen des Kapitalgrundstocks zu finanzieren. Eine neu gegründete Bürgerstiftung muss daher, will sie langfristig tätig werden, in uneigennütziger Weise bei allen Wohlmeinenden um Unterstützung bitten.
Die Geschäfte einer solchen Einrichtung werden von den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern des Stiftungsvorstands und des Stiftungsrats geführt. Diese Gremien sind an die von den Gründern gebilligte und verabschiedete Satzung gebunden. Zu ihren Aufgaben gehört neben dem Ausbau der Finanzbasis vor allem die praktischen Umsetzung ihrer eigenen wie auch jener Projektentwürfe, die ihnen von außerhalb vorgelegt werden. Vorstands- und Ratsmitglieder arbeiten gemeinsam an der Realisierung der Stiftungszwecke und einigen sich auf entsprechende Strategien.
Das Selbstverständnis der aktiven Gremienmitglieder entspricht dem Bild einer freiwilligen Vereinigung zivilgesellschaftlich engagierter Individuen. Ihre Ideale sind die des demokratischen Gemeinwesens, Partizipation und Transparenz ihre stärksten Aktivposten.