Einer großen Zahl von Kindern getrennt lebender Eltern ist es nicht möglich, einen befriedigenden Umgang mit dem anderen Elternteil zu pflegen, weil hierzu die räumlichen Gegebenheiten fehlen.
Wenn der Vater oder die Mutter aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt ziehen, pendeln die Kinder an den Wochenenden zwischen den Wohnorten der Eltern. Nicht alle Kinder verkraften diese Veränderungen. Wenn der Umgang nicht in der vertrauten Wohnung des Kindes, sondern stattdessen nur in der Altstadt oder in Straßencafés bei Wochenendbesuchen oder Nachmittagsbesuchen stattfinden kann, führt das zur Entfremdung. Deshalb plant die Bürgerstiftung in Abstimmung mit allen zuständigen Stellen in der Stadt, eine Begegnungsstätte zu schaffen. Hier soll es Wohneinheiten sowie Gemeinschaftseinrichtungen wie Spielzimmer, Hausaufgabenräume und Speiseräume geben. In dem Haus sollen sich die Kinder wohl fühlen. Es soll auch von Alleinerziehenden unter der Woche genutzt werden. Geplant ist, neben der hauptamtlichen Betreuung auch ehrenamtliche ältere Personen als ‚Ersatzgroßeltern’ einzusetzen, um damit eine generationenübergreifende Einrichtung zu schaffen.