Bildung und Integration

In der Anfangsphase konzentriert sich die Stiftungsarbeit auf zwei eng miteinander verknüpfte Handlungsfelder: Bildung und Integration. Die Entwicklung und Förderung von Bildungsangeboten wird sich nicht so sehr auf die klassischen Modelle beziehen. Vielmehr möchte die Stiftung in erster Linie kulturelle Bildung fördern, von der Verbesserung der Sprachkompetenz bis hin zum kreativen Umgang mit Theater, Musik und Bildenden Künsten. All das soll nicht zuletzt unter Beteiligung älterer, an ehrenamtlicher Arbeit interessierter Bürgerinnen und Bürger zu einem die Zukunft mitgestaltenden Vorhaben ausgebaut werden.

Ist auf der Ebene kultureller Bildung – in der hier umschriebenen Form – Integration als eine Leitidee zu verstehen, so hat der Begriff auch für weitere von der Stiftung geplante Projekte eine ähnliche Schlüsselfunktion. Zu nennen ist hier nicht nur das Projekt Erinnerungszeichen, sondern auch das Vorhaben, einen Ort zu finden und entsprechend einzurichten, an dem Kinder mit ihren nach der Scheidung ge­trennten Eltern ohne Druck und Willkür miteinander umgehen können.

Welche Richtung die Entwicklung der Stadt künftig einschlagen wird, ist eine Frage, die unmittelbar mit den genannten Handlungsfeldern zusammenhängt. Die Bürgerstiftung Heidelberg versteht sich auch als eine Plattform für die Auseinandersetzung über die heute bereits sich abzeichnenden, das Leben in der Stadt nachhaltig beeinflussenden Tendenzen der Resourcenverknappung und der demographischen Entwicklung. Darüber mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, ja mit allen in der Stadt aktiven sozialen und kulturellen Gruppien ins Gespräch zu kommen, gehört zu den großen, langsfristig zu realisierenden Aufgaben der Stiftung. Als ein erster Schritt in diese Richtung ist die Bestandsaufnahme und Bewertung der in Heidelberg und Region bereits eingeleiteten Maßnahmen der Zukunftsgestaltung geplant.